Berlin vis-à-vis mit großer Kunst

April 3rd, 2017

Die Hauptstadt bietet nicht nur ein aktives Nachtleben, sondern für Anspruchsvolle auch ein breites kulturelles Angebot; so auch an Kunstausstellungen. Im Folgenden haben wir eine kleine Auswahl unserer Empfehlungen für Sie zusammengestellt:

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Im „Lutherjahr“ 2017 beginnen wir thematisch gleich passend mit Reformationsgeschichte. Unter den bundesweiten Ausstellungen anlässlich dieses historischen Jubiläums sticht ganz besonders „Der Luthereffekt“ im Martin-Gropius-Bau hervor. Hier wird, in teilweise erstmalig in Deutschland gezeigten Exponaten, ein eindrucksvolles Panorama von 500 Jahren protestantischer Geschichte ausgebreitet, in deren Zentrum die Person Martin Luther steht. Sie erreichen vom Alexanderplatz aus den in der Nähe des U – und S-Bahnhofs Potsdamer Platz gelegenen Martin-Gropius-Bau am besten mit der U7 Richtung Ruhleben.
Der Luthereffekt, vom 12. April bis zum 5. November 2017: http://www.museum.de/event/ausstellung-der-luthereffekt-500-jahre-protestantismus-in-der-welt

So kulturell global wie die Stadt selbst sind auch ihre Ausstellungsangebote. Ab 3. März bis 28. Mai 2017 gibt es in der Kunstbibliothek Berlin zeitgenössisches Plakat- und Buchdesign aus China und Hongkong zu sehen. Gezeigt werden in „Schriftbilder – Bildschrift. Chinesisches Plakat- und Buchdesign heute“ über 150, sich durch Detailreichtum und intensive Symbolik auszeichnende Werke. Eine starke Ausstellung die Einblicke in eine für „westliche Augen“ ungewöhnliche Designkultur gibt. Mit den Buslienien M48, M85 oder N2 steigen sie am Kulturforum aus, oder Sie nehmen die Linien 200 oder M41. Hier sind ihre Ziele die Haltestellen „Philharmonie“ bzw. „Philharmonie Süd“. Schriftbilder: http://www.smb.museum/museen-einrichtungen/kunstbibliothek/ausstellungen/detail/schriftbilder-bildschrift-chinesisches-plakat-und-buchdesign-heute.html

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Die Großstadt als Ort der sozialen Gegensätze thematisiert die Malerin Jeanne Mammen in ihren Zeichnungen. Zeitweise zu unrecht vergessen, porträtiert die Berlinische Galerie nun das fast sieben Jahrzehnte umfassende künstlerische Schaffen Mammens in einer großen Retrospektive. Zu entdecken sind Aquarelle, Gemälde und Zeichnungen ab 1920, in denen nicht nur das mit scharfer Beobachtungsgabe eingefangene Straßenleben gezeigt wird, sondern auch ein dezent karikaturistischer Stil zum Ausdruck kommt. Vom 6. Oktober 2017 bis zum 15. Januar 2018 sind Mammens Werke zu besichtigen. Dorthin gelangen Sie vom Alexanderplatz bequem mit der Buslinie 248, Richtung U Breitenbachplatz via S Südkreuz, Zielhaltestelle Jüdisches Museum.
Jeanne Mammen: https://www.berlin.de/ausstellungen/4670748-2739799-jeanne-mammen.html

Auch im nächsten unserer Veranstaltungstipps bleibt die Großstadt Thema. Die Stadt und ihre Gestaltung als sozialer Raum war das große Lebensthema eines der wichtigsten Ideengeber der architektonischen Moderne, Otto Bartning. Als Stadtplaner maßgeblich am Wiederaufbau der in Trümmern liegenden, nun geteilten Stadt nach dem zweiten Weltkrieg beteiligt, begriff Bartning die Stadt als eine Lebensumgebung in dem die menschlichen Bedürfnisse architektonisch berücksichtigt werden müssen. Die Berliner Akademie der Künste präsentiert Fotos, Zeichnungen und Architekturmodelle von und rund um Bartning vom 30.3. bis zum 18.6.2017. Zu erreichen mit der S-Bahn, Station Bellevue.
Otto Bartning. Architekt einer sozialen Moderne: http://www.adk.de/de/projekte/2017/bartning/

Im Zeitalter der Möglichkeit einer totalen Überwachung stellt sich die Frage nach den historischen Bedingungen informativer Kontrolle. Welche Motive und Akteure spielen hier geschichtlich und gegenwärtig eine Rolle und wie reagieren die Überwachten auf diese immer wieder versuchte Vereinnahmung ihrer Privatsphäre? Die Doppelausstellung des Museums für Fotografie und des C/O Berlin „Watching You, Watching Me“ versucht sich mit ihren über 400 Exponaten diesen Fragen zu stellen. Das Museum für Fotografie sowie das C/O befinden sich jeweils in der Nähe des Zoologischen Gartens, der vom Alexanderplatz mit der S-Bahn direkt erreichbar ist.
Watching You, Watching Me, vom 17. Februar bis zum 2. Juli 2017: http://www.smb.museum/ausstellungen/detail/watching-you-watching-me-a-photographic-response-to-surveillance.html

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Design ist die Kunst, Form und Funktion in Harmonie zu bringen. Das Bauhaus-Archiv widmet sich in „Thingness“ Werk und Entwurfshaltung des britischen Designers Jasper Morrison, verantwortlich unter anderem für die Gestaltung der Straßenbahnfahrzeuge in Hannover. Ausgestellt werden unter anderem eine Auswahl seiner bedeutsamsten Entwürfe. Das Bauhaus-Archiv erreichen Sie über die U-Bahn U7 bis Mendelssohn-Bartholdy-Park als Umsteigebahnhof und im Anschluss den Bus M29, Ausstieg Köbisstraße.
Jasper Morrison – Thingness, ab 22. März 2017 bis 23. Oktober 2017: http://www.bauhaus.de/de/ausstellungen/sonderausstellungen/2369_jasper_morrison_thingness/

Bilder, Skulpturen, Fotografie und ihre Macht Geschichten zu erzählen. Wie aus skulpturalen oder pikturalen Arrangements auf einmal Erzählungen werden, darum geht es bei der sogenannten Installationskunst, die Thema der Ausstellung „Narrative Räume“ ist. Unter anderem werden auch Installationen von Joseph Beuys vorgestellt. Zu entdecken sind die Installationen vom 17. März bis 3. September 2017 im Hamburger Bahnhof, ehemals Anfangspunkt der Hamburger Bahn und heute ein Kunstmuseum, ist fußläufig vom Hauptbahnhof gelegen.
Moving is in every direction: http://www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/hamburger-bahnhof/ausstellungen/detail/moving-is-in-every-direction.html

Wir hoffen, wir konnten Sie durch unsere Vorschläge zum Besuch der einen oder anderen kulturellen Angebotes inspirieren und wünschen Ihnen eine angenehme Zeit bei uns.

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